Eine professionelle Bewerbung erstellen: Die Dos and Dont’s

Auf der Suche nach einem neuen Job ist die schriftliche Bewerbung der erste Schritt. Dabei zählt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form: Wer einen Schritt weiterkommen möchte, muss mit Motivationsschreiben und Vita Eindruck schinden können.

Soll die Bewerbung den erhofften Erfolg bringen, nämlich mindestens eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, dann ist eins ganz wichtig: Individualität beziehungsweise eine persönliche Note. Wie das am besten gelingt und welche Dos und Don’ts man beachten sollte, wenn man eine sowohl inhaltlich als auch formell tadellose Bewerbung erstellen will, sehen wir uns in diesem Artikel etwas genauer an.

Ein individuelles Anschreiben verfassen

Recruiter und Personaler sind darin geschult, die wichtigsten Informationen über einen Kandidaten auf einen Blick zu erkennen und Irrelevantes herauszufiltern. Sie erkennen sofort, wenn eine standardmäßige Bewerbung einfach per Copy and Paste an mehrere Unternehmen geschickt wird und nicht jeweils auf eine spezifische Stelle zugeschnitten geschrieben wurde. Eine gute Idee ist es daher, die jeweilige Stellenanzeige – oder im Falle einer Initiativbewerbung die Webseite des Unternehmens – genau zu studieren und sich die Voraussetzungen beziehungsweise wichtige Schlüsselwörter zu notieren, um diese in das Anschreiben einfließen zu lassen und darauf Bezug zu nehmen.

Setzen Sie sich bereits zu Beginn des Bewerbungsprozesses eingehend mit den Anforderungen einer Stelle auseinander, dann dient das zusätzlich schon als erste Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, denn: Wenn Sie auf wichtige Punkte, wie beispielsweise die passende Qualifikation oder Ihre sozialen Kompetenzen im Motivationsschreiben eingehen möchten, dann müssen Sie bestimmte Fragen, die vermutlich auch im Jobinterview gefragt werden, für sich selbst beantworten.

So macht es beispielsweise Sinn, sich mit folgenden Themen auseinanderzusetzen und diese in die Bewerbung einzubauen:

  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
  • Welche Zusatzkenntnisse bringen einen Mehrwert?
  • Wodurch heben Sie sich von anderen Kandidaten ab?

Weniger gut kommt es hingegen an, wenn Sie Standardfloskeln verwenden und ganz allgemein den Eindruck erwecken, als hätten Sie die Stellenanzeige nur überflogen. Achten Sie also darauf, dass das Schreiben wirklich zur angestrebten Stelle passt. Und noch ein weiterer Tipp: Finden Sie eine starke Einleitung. So können Sie gleich zu Beginn das Interesse des Empfängers wecken und haben die Chance, dass er bis zum Ende weiterliest.

Kurz gefasst: Dos und Dont’s im Bewerbungsschreiben

  • Do: Persönlichkeit zeigen
  • Do: Auf alle geforderten Angaben eingehen
  • Do: Schlüsselwörter einbauen
  • Don’t: Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Don’t: Wiederholung der Angaben aus dem Lebenslauf
  • Don’t: Überlange Sätze und übertriebene Selbstdarstellung

Professionellen Lebenslauf gestalten

Nicht nur das Motivationsschreiben, auch der Lebenslauf, auch als Curriculum Vitae bekannt, sollte auf die jeweilige Stelle beziehungsweise das Unternehmen zugeschnitten sein. Zudem gilt es, darauf zu achten, dass er übersichtlich gestaltet ist und alle erforderlichen Informationen enthält. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann mit einem CVwizard – oder einem Lebenslauf-Generator, wie das Tool auch genannt wird – arbeiten. Hier sind alle erforderlichen Abschnitte bereits vorgegeben, wie:

  • Persönliche Daten
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
  • Kenntnisse und Fähigkeiten

Die einzelnen Bereiche lassen sich anpassen und mit den eigenen Daten befüllen, damit sie zum jeweiligen Profil passen. Als Bonus ist das Tool auch in anderen Sprachen verfügbar, was für Bewerbungen im fremdsprachigen Ausland besonders praktisch ist.

Kurz gefasst: Dos und Dont’s im Lebenslauf

  • Do: Übersichtlicher Aufbau und Struktur
  • Do: Richtige Länge von zwei, maximal drei DIN A4-Seiten
  • Do: Tabellarische, stichwortartige Darstellung
  • Don’t: Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Don’t: Falsche Angaben
  • Don’t: Schnappschuss aus dem Urlaub oder Selfie als Bewerbungsfoto

Inhalt und Form – das Gesamtpaket muss stimmen

Sind Lebenslauf und Bewerbungsschreiben erst einmal verfasst, dann sollte noch geprüft werden, dass die beiden Dokumente zusammenpassen, und zwar sowohl in inhaltlicher als auch in formeller Hinsicht. Das heißt: Wenn Sie sich auf eine Stelle bewerben und dazu einen Lebenslauf mitschicken, den Sie vor Jahren einmal nach Abschluss Ihrer Ausbildung erstellt haben, dann wird dieser nicht mehr auf dem aktuellen Stand sein und entsprechend nicht zu den Angaben in Ihrem Anschreiben passen. Oder anders ausgedrückt: Wenn Sie sich für eine Stelle im Management bewerben, sollten Sie keinen Lebenslauf schicken, den Sie irgendwann einmal geschrieben haben, um sich als Skilehrer oder Animateurin zu bewerben.

Doch nicht nur der Inhalt, auch die Verpackung muss stimmen und da ist es wichtig, dass die gewählte Designsprache

  • zur Branche beziehungsweise zum Unternehmen passt
  • sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bewerbungsmappe zieht

Bewerben Sie sich beispielsweise auf eine Stelle im Finanzwesen, bei einer Behörde oder in einer Kanzlei, dann sollten Sie darauf achten, dass Ihre Bewerbung klassisch nüchtern oder elegant aussieht, denn ein kreatives Design kommt hier sicher nicht gut an. Umgekehrt gilt es natürlich, der eigenen Persönlichkeit mit etwas Farbe Ausdruck zu verleihen und den eigenen Stil mit einer kreativen Bewerbung hervorzuheben, wenn eine Stelle im Bereich Werbung, Marketing oder in der Kreativbranche angestrebt wird.

Unabhängig davon, wie das Design schlussendlich aussieht, sollte es allerdings das Wesentliche, nämlich den Inhalt, nicht in den Hintergrund drängen. Lücken im Lebenslauf oder übertriebene Angaben im Anschreiben lassen sich durch eine optisch auffällige Bewerbung nicht kaschieren.

Kurz gefasst: Dos und Dont’s Design und Format

  • Do: Zur Branche beziehungsweise zum Unternehmen passendes Design
  • Do: Gut lesbare Schriftart und -größe
  • Do: Zu Lebenslauf und Anschreiben passendes Deckblatt
  • Don’t: Handgeschriebene Unterlagen
  • Don’t: Nichtssagende Dateinamen
  • Don’t: Zerknitterte oder mit Kaffeeflecken versehene Dokumente

Weitere Informationen und Unterstützung erhalten Sie in Form eines Karrierecoachings, das entweder als Einzelcoaching und Beratung oder als Gruppenseminar erhältlich ist. Bei Karrierecoach München werden Sie von Profis in Sachen Bewerbungsmanagement auf Ihrem Weg in Richtung Traumjob begleitet.