Wer auf Arbeitssuche ist, hat derzeit gute Chancen, denn in immer mehr Branchen fehlt es an Fachkräften. Ein Kinderspiel ist die Jobsuche aber dennoch nicht. Denn natürlich soll es möglichst nicht irgendein Job sein, sondern genau der richtige. Doch wie gelingt die Suche nach dem perfekten Arbeitgeber? Diese Tipps können helfen:
Jobprofil definieren
Wer erfolgreich und zielgerichtet suchen möchte, sollte zunächst genau wissen, wonach. Wie sieht das Jobprofil aus? Welche Berufsbezeichnungen oder Schlagworte gilt es in Jobbörsen zu recherchieren? Welche Kriterien sollte das Stellenangebot hinsichtlich Arbeitsort, Unternehmensgröße oder Branche erfüllen? Gibt es vielleicht bestimmte Ausschlusskriterien?
Bei der Suche in Jobbörsen helfen solche Informationen, Stellenangebote effizient zu filtern. Dabei ist allerdings Variation sinnvoll. Denn nicht immer haben Arbeitgeber die gleichen Schlagworte im Kopf wie Jobsuchende. Je nach Branche und Position kann es zudem sinnvoll sein, englische Jobbezeichnungen und Schlagworte zu nutzen.
Jobbörse ist nicht gleich Jobbörse
Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer nutzen heute gerne Online-Jobbörsen. Sie sind praktisch und erleichtern das Finden und Gefundenwerden. Allerdings gibt es mittlerweile enorm viele unterschiedliche Jobportale im Internet. Neben den großen, bekannten Jobbörsen existieren zahlreiche Nischen-Portale, die bestimmte Branchen oder eine spezifische Region abdecken. Auch Meta-Suchmaschinen, die auf mehrere Jobportale zugreifen, sind verfügbar. Doch wo gelingt die Suche am besten? Häufig lohnt sich die Recherche auf verschiedenen Seiten. Bekannte Jobbörsen werden von vielen Arbeitgebern genutzt und liefern häufig besonders viele Treffer. Spezifische Branchenportale enthalten oft passgenaue Inserate, die an anderer Stelle nicht zu finden sind. Und wer ein Karriereportal in seiner Region nutzt, findet auch dort oft noch weitere passende Angebote.
Alternative Recherchemöglichkeiten nutzen
Karriereportale bieten sehr effiziente Möglichkeiten zur Stellensuche. Aber nicht jeder Arbeitgeber nutzt sie. Häufig finden sich stattdessen nur auf der Unternehmenshomepage Informationen zu offenen Stellen. Es kann sich also auszahlen, einfach einmal die Webseiten interessanter Unternehmen zu besuchen. Erscheint ein Unternehmen besonders attraktiv, ist aber nicht aktiv auf der Suche nach Angestellten, kann sich dennoch eine Initiativbewerbung lohnen. Interessante Bewerber erhalten häufig auch ohne explizit offene Stellen eine Chance.
Eine weitere Möglichkeit für die Jobsuche bieten Messen oder anderweitige Branchenkontakte. Auch hier ergeben sich oftmals Möglichkeiten, ohne dass überhaupt eine Stelle ausgeschrieben ist.
Misserfolge realistisch bewerten
Obwohl die Arbeitsmarktsituation derzeit vorteilhaft für Arbeitssuchende ist, führt längst nicht jede Bewerbung zum Erfolg. Für attraktive Stellenangebote finden sich meist nach wie vor genug passende Bewerber. Abgelehnt zu werden, spricht also nicht unbedingt für mangelnde Eignung oder Qualifikation. Verständlicherweise nagt dennoch jede Absage am Selbstvertrauen und nicht wenige Bewerber schrauben daraufhin schnell ihre Ansprüche herunter. Doch auch das führt nicht zwingend zum Erfolg, denn wer als überqualifiziert wahrgenommen wird, hat ebenfalls schlechte Chancen bei Bewerbungen.
Es ist nicht immer einfach, einzuschätzen, ob die eigenen Wünsche und Erwartungen tatsächlich passend und realistisch sind. Zu viel Selbstkritik kann schaden, zu wenig aber auch. Bewerber sollten zwar keine zu hohen Ansprüche stellen, sich von Misserfolgen allerdings auch nicht schnell entmutigen lassen.
Wer sich damit schwertut, das eigene Bewerbungsverhalten realistisch zu bewerten, kann Vergleiche mit anderen Bewerberprofilen auf denselben oder einen ähnlichen Job anstellen, um sich selbst besser einzuschätzen. Karriereberatungen oder Coachings können ebenfalls sinnvoll sein, um eine neutrale Einschätzung sowie gezielte Hilfestellung zu erhalten.

